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Mauke beim Pferd: Ursachen im Spätwinter & ganzheitliche Hilfe von innen und außen
Mauke beim Pferd – warum sie gerade im Spätwinter so hartnäckig ist und was wirklich hilft
Hallo Max,
der Winter scheint fast geschafft – doch gerade jetzt, im Spätwinter, zeigt sich Mauke besonders hartnäckig. Matschige Paddocks, nasskalte Tage und kaum Abtrocknungsmöglichkeiten setzen die empfindliche Haut an den Fesseln dauerhaft unter Stress. Schnell heißt es dann: „Das kommt vom Wetter.“ Aber so einfach ist es nicht.
Denn wäre Feuchtigkeit allein der Auslöser, müssten deutlich mehr Pferde betroffen sein. Tatsächlich entsteht Mauke meist dort, wo mehrere Faktoren zusammenkommen: eine geschwächte Hautbarriere, ein gefordertes Immunsystem und äußere Belastungen, die sich über Wochen aufgebaut haben.
Gerade jetzt im Februar lohnt es sich deshalb, genauer hinzuschauen und gezielt zu unterstützen – von innen und außen.
Was ist Mauke eigentlich?
Mauke ist keine einzelne Erkrankung, sondern ein Symptomkomplex. Gemeint sind entzündliche Veränderungen in der Fesselbeuge, die von leichten Rötungen und Schuppen bis hin zu nässenden, schmerzhaften Krusten reichen können.
Häufig verläuft Mauke chronisch-rezidivierend: Die Haut beruhigt sich phasenweise, um bei erneuter Belastung schnell wieder zu reagieren. Genau das macht Mauke so frustrierend – und erklärt, warum rein äußere Maßnahmen oft nicht ausreichen.
Warum Feuchtigkeit allein Mauke nicht erklärt
Nässe und Matsch sind zweifellos Triggerfaktoren. Sie weichen die Haut auf, begünstigen Mikroverletzungen und schaffen ein Milieu, in dem Keime leichter eindringen können. Ob daraus Mauke entsteht, hängt jedoch stark davon ab, wie belastbar Haut und Immunsystem des einzelnen Pferdes sind.
Häufige begünstigende Faktoren
- gestörte oder geschwächte Hautbarriere
- Mikronährstoffdefizite (z. B. Zink, Biotin, Mangan)
- dauerhaft gefordertes Immunsystem
- Stress durch Fellwechsel, Futterumstellungen oder eingeschränkte Bewegung
- lange Feuchtphasen ohne vollständiges Abtrocknen
Mauke ist damit oft Ausdruck eines systemischen Ungleichgewichts, das sich lokal an einer besonders empfindlichen Stelle zeigt.
Spätwinter: eine besonders kritische Phase
Gerade im Spätwinter kumulieren mehrere Belastungen: Der Organismus steckt mitten im Fellwechsel, Wetterumschwünge fordern die Thermoregulation, mehr Stallzeit verändert Bewegung und Durchblutung, und das Immunsystem ist durch die lange Wintersaison oft bereits stark beansprucht.
Die Haut reagiert auf diese Dauerbelastung besonders sensibel. Bereiche wie die Fesselbeuge, die ohnehin mechanisch und klimatisch stark gefordert sind, werden dann schnell zum „Schwachpunkt“.
Mauke ganzheitlich betrachten: innen UND außen
Eine erfolgreiche Unterstützung bei Mauke setzt deshalb nicht nur an der Oberfläche an. Entscheidend ist eine Kombination aus lokaler Pflege und gezielter innerer Unterstützung.
Unterstützung der Haut von innen: nutrizeutische Bausteine
Eine stabile Haut braucht die richtigen Bausteine. Nutrizeutische Ansätze können gezielt helfen, den Hautstoffwechsel zu unterstützen und die Regenerationsfähigkeit zu verbessern.
Kräuterkomplex mit Schwarzem Reis und Kaktusfeige
Pflanzenstoffe aus Schwarzem Reis und Kaktusfeige liefern antioxidative und zellschützende Komponenten, die den Hautstoffwechsel unterstützen und oxidativen Stress in belasteten Hautarealen reduzieren können.
Tomaten-Extrakt (Lycopin)
Lycopin ist ein starkes Antioxidans und kann dazu beitragen, entzündliche Prozesse zu modulieren und die Haut vor oxidativen Schäden zu schützen.
Biotin
Biotin ist ein klassischer Haut- und Fellnährstoff. Es spielt eine zentrale Rolle bei der Keratinbildung und unterstützt die strukturelle Stabilität der Haut.
Zink und Mangan
Diese Spurenelemente sind essenziell für Zellteilung, Wundheilung und antioxidativen Schutz. Ein Mangel kann die Regeneration verzögern und die Haut anfälliger machen.
Immunmodulation: der oft übersehene Faktor
Viele Mauke-Verläufe sind nicht nur ein Hautproblem, sondern spiegeln eine fehlregulierte Immunantwort wider. Ziel ist nicht, das Immunsystem zu „pushen“, sondern es zu modulieren und zu entlasten.
PEA (Palmitoylethanolamid)
PEA wirkt regulierend auf Mastzellen und kann überschießende Entzündungsreaktionen dämpfen – ein wichtiger Aspekt bei chronisch entzündlichen Hautprozessen.
Astragalus membranaceus (Astragalosid IV)
Astragalus wird traditionell zur Unterstützung der Immunbalance eingesetzt und kann helfen, Abwehrreaktionen zu harmonisieren – insbesondere in Stressphasen.
Reishi und ABM (Agaricus blazeii murill)
Diese Heilpilze sind bekannt für immunmodulierende Eigenschaften und können dazu beitragen, das Immunsystem zu stabilisieren, ohne es unnötig zu stimulieren.
Lokale Salbentherapie: Pflege von außen
Neben der inneren Unterstützung bleibt die lokale Pflege der Fesselbeuge essenziell. Ziel ist es, nässende Stellen zu trocknen, die Haut zu schützen und die Regeneration zu fördern.
Bewährte Zusammensetzung
- Zinkoxid: schützt, wirkt leicht adstringierend und unterstützt die Abwehr der Haut
- Panthenol: fördert die Regeneration und beruhigt gereizte Haut
- Sheabutter: pflegt und schützt die Hautbarriere
- Hamamelis: wirkt zusammenziehend und hautberuhigend
Diese Kombination kann helfen, die Haut trocken zu halten, Reizungen zu lindern und die natürliche Schutzfunktion der Haut zu unterstützen.
Fazit: Mauke ist kein reines Wetterproblem
Mauke entsteht selten über Nacht – und verschwindet meist auch nicht durch eine einzelne Maßnahme. Gerade im Spätwinter zeigt sie, wo Hautstoffwechsel und Immunsystem aus dem Gleichgewicht geraten sind.
Wer jetzt gezielt unterstützt – mit durchdachter Pflege von außen und einer sinnvollen nutrizeutischen Begleitung von innen – kann nicht nur akute Symptome lindern, sondern auch die Basis für eine stabilere Haut in den kommenden Monaten schaffen.