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Hepatitis (bei Hunden und Katzen)

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Die Chronische Hepatitis wird entsprechend Ihrer Verlaufsform in diverse Subtypen unterteilt. Allen Typen gemein ist der über mindestens sechs Monate bestehende Verlauf. Häufig ist nach dieser Zeit der ursprüngliche Auslöser nicht mehr nachvollziehbar sondern es entsteht ein sich selbst erhaltender Entzündungsprozess (Stichwort: Circulus virtuosus, Teufelskreis). Dieser wird häufig durch eine überschießende Immunreaktion verstärkt und durch Zirrhosen, Kupfer- und Fetteinlagerungen verkompliziert.

Insbesondere bei einer chronischen Hepatitis sollte stets eine Leberbiopsie durchgeführt werden: so können ursächliche Probleme besser erkannt und behandelt werden.
Zu den Formen der chronischen Hepatitis zählen:

1. CAH (chronisch aktive Hepatitis)
Die CAH beim Hund ist eine chronische Hepatitis, die zu deutlichen Symptomen und klinischer Krankheit führt. Unbehandelt ist die CAH tödlich, da sie stets in einer gravierenden Leberinsuffizienz endet.

Die CAH entsteht aufgrund autoimmuner Prozesse häufig in Verbindung mit erhöhter Kupferspeicherung. Apathie, Ikterus, Abmagerung sowie Magen-Darm-Symptome stehen im Vordergrund. Leberenzyme, Bilirubin sowie Gammaglobuline sind erhöht.
Eine gesicherte Diagnose wird über eine Leberbiopsie gestellt. Die anschließende Behandlung umfasst eine Immunsuppression mit Prednisolon und Azathioprin, begleitend von Leberschutztherapie (spezielle Diät, SAMe, Silymarin).

Leider ist die Prognose bei einer CAH nicht besonders gut.

2. CPH (chronisch progressive Hepatitis)
Die CPH stellt die gutartige Verlaufsform der CAH dar. Auch hier kann die sichere Diagnose nur über eine Leberbiopsie gestellt werden.

Im Gegensatz zur CAH breitet sich eine CPH sich langsamer aus, kann spontan abheilen und reagiert wesentlich besser auf die entsprechende Therapie.

Diese besteht ebenfalls aus Immunsuppressiva sowie einer Leberschutztherapie (Diät, SAMe, Silymarin). Die Zufütterung von Eicosapentaensäure (EPA) wird in einigen Studien als positiv für die Immunmodulation bei einer Hepatitis angesehen.

3. Leberverfettung (Steatose)
Fetteinlagerungen in die Leber kommen auch bei gesunden Patienten vor. Nimmt diese Einlagerung jedoch überhand kann es zu einer Leberzelldegeneration kommen.

Das Hauptsymptom ist eine Hepatomegalie (Lebervergrößerung), häufig verbunden mit erhöhten Blutfetten. Die ALT kann erhöht sein, manchmal besteht eine andere Grunderkrankung (Diabetes, Cushing). Gewissheit bringen die Kombination aus Ultraschalluntersuchung und Biopsie.

Die Behandlung besteht zuallererst aus einer Ursachenforschung. Wird keine zugrunde liegende Erkrankung gefunden, kann eine Fütterungsumstellung erfolgen: Die prinzipiell fettarme Diät wird mit hochdosierten Omega-3-Fettsäuren (v.a. EPA, ca. 10-20 mg pro kg Körpergewicht) sowie SAMe (ca. 10 mg pro kg Körpergewicht) und Silymarin ergänzt.

4. Kupferspeicherkrankheit (Morbus Wilson)
Die vor allem beim Bedlington-Terrier, aber auch beim West-Highland-Terrier sowie beim Sky Terrier auftretende Kupferspeicherkrankheit beschreibt eine chronisch-aktive Hepatitis, welche durch eine unzureichende Kupferausscheidung entsteht. Durch die mangelnde Ausscheidung kommt es zur Kupferspeicherung in den Leberzellen.

In bestimmten Phasen, insbesondere bei Stress, kommt es zur Kupferfreisetzung, wodurch viele Leberzellen degenerieren. Durch die Degeneration kommt es somit langfristig zu einer Leberzirrhose.

Die Symptome sind unterschiedlich, häufig bleibt die Krankheit lange unentdeckt. Lediglich bei Bedlington-Terriern muss stets an Morbus Wilson gedacht werden. Apathie, Lethargie, Fressunlust und Erbrechen werden beobachtet, eine hämolytische Krise kann die Krankheit verkomplizieren. Die Diagnose muss mittels Leberbiopsie gesichert werden.

Eine Behandlung erfolgt durch die Fütterung: Kupferarme Nahrung sowie Kupferbinder (D-Penicillinamin) sowie Leberprotektiva (SAMe und Silymarin).

5. Leberfibrose, Leberzirrhose
Sowohl Leberfibrose als auch Leberzirrhose stellen die Endresultate einer Leberdegeneration dar.

Zirrhose beschreibt einen Prozeß in der Leber, bei dem untergegangene Zellen nicht gleichwertig ersetzt werden. Es erfolgt eine Neubildung von Parenchym und Bindegewebe ohne die Funktion der Leber zu erhalten.

Fibrose hingegen ist ein Prozeß, bei dem atrophiertes Lebergewebe bindegewebig durchsetzt wird. Das Parenchym wird nicht verändert oder regeneriert. Eine Leberfibrose kann man sich wie eine Vernarbung der Leber vorstellen.

Beiden Prozessen ist zu eigen, dass sie die Funktion der Leber nicht regenerieren. Somit zeigen sich typische Symptome einer Leberinsuffizienz, im Röntgen ist die Leber verkleinert, die Leberenzyme im Normbereich oder darunter. Ultraschallbilder zeigen eine knotige, tumorartig veränderte Leber.

Eine Behandlung ist nicht möglich, es muss versucht werden die Grundursache der Fibrose/ Zirrhose abzustellen und die noch bestehende Leberfunktion bestmöglich zu erhalten. Hierfür werden Leberprotektiva (v.a. SAMe und Silymarin) eingesetzt.